Schwangerschaft und Kündigung

Schwangerschaft und Kündigung

Zum 01.01.2018 wurde das Mutterschutzgesetz überarbeitet.
Das Kündigungsverbot (nun § 17 MuSchG) blieb in seinem Kernbereich unangetastet!

Bereits 2002 musste das BAG zum Kündigungsverbot eine heute noch geltende Entscheidung treffen (Urteil vom 26.09.2002 – 2 AZR 392/01). Eine 20-jährige wurde während ihrer Probezeit gekündigt. 13 Tage nach Erhalt der Kündigung wurde eine Schwangerschaft festgestellt. Die Frau geriet in Panik, denn sie wusste nicht wie sie Freund und Mutter die Schwangerschaft offenbaren sollte. Nachdem sie sich überwand, erklärte sie nach Ablauf der zweiwöchigen Mitteilungsfrist dem Arbeitgeber die Schwangerschaft. Das BAG entschied, dass das Verpassen der 2-Wochen-Frist zur Mitteilung der Schwangerschaft an den Arbeitgeber dann nicht als schuldhafte Fristversäumnis zu werten sei, wenn die Schwangerschaft unerwartet war und die schwangere Arbeitnehmerin erst einmal darüber nachdenken musste, was denn nun mit Kind und Kündigung einhergeht.